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Polo ist ein Spiel, das ausgeprägten Teamgeist, Präzision und Uebersicht erfordert. Wer nicht rechtzeitig spürt, wie sich das Spiel entwickeln könnte, was Pferde beispielsweise oft schneller als Poloanfänger tun, wer besser plazierte Mitspieler nicht sieht oder ignoriert, kann nie auch nur ein durchschnittlicher Polospieler werden. Das Positionsspiel, die Organisation innerhalb der Positionen der vier Spieler eines Teams ist denn auch der Schlüssel zum Erfolg.

Die Nummer 3 ist der Dreh- und Angelpunkt eines Teams: sie organisiert den Angriff der vor ihr stürmenden Nummern 2 und 1 und unterstützt die immer hinter ihr verteidigende Nummer 4 bei den Defensivaufgaben.

Wer ein Polospiel aufmerksam verfolgt, sieht schnell, dass Bälle nur dann geschlagen werden sollten, wenn man sie auf sicher hat, ansonsten man sie besser dem nachfolgenden Mitspieler überlassen sollte. Den interessierten Betrachtern entgeht nicht, dass mit einem Abdrängen, einem Blockieren oder, durch Decken des Raumes, einer Ausserkraftsetzung des Gegners fr das eigene Team mehr gewonnen werden kann als mit einem optisch zwar spektakulären Sturmlauf, der aber den Spieler letztlich positionsmässig ins Nichts führt.

Im Polo wird deshalb immer "in Linie", hinten die 4, dann die 3, die 2 und als Sturmspitze die 1, angegriffen und, umgekehrt auf der gegnerischen Linie, verteidigt. Ein gutes Spiel zeigt sich, wenn sich die jeweiligen Paare (Nummer 1 hier, Nummer 4 dort) aufmerksam und eng decken. Deshalb ist Polo nicht nur ein Spiel für Taktiker, sondern ebenso ein wahrer Kampfsport. Zum Kampf und zur Taktik gesellt sich letztlich auch die Technik und die Fähigkeit, das galoppierende Pferdes akrobatisch und präzise zu führen, die Spielentwicklung zu behalten und mit einem im Durchschnitt 51 Zoll langen Bambusstock, bzw. der quer am Ende des Sticks (Mallet) befestigten "Zigarre", den ca. 130 Gramm schweren Ball mit einem Durchmesser von 7,5 cm zu treffen und ins Tor zu befördern.