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Polo dem
Spiel
Treibballspiel, bei dem zwei
Mannschaften mit je vier berittenen Spielern versuchen, einen kleinen Holz- oder
Kunststoffball mit Schlagstöcken in das gegnerische Tor zu spielen. Es gewinnt
diejenige Mannschaft, die mehr Tore erzielt als der Gegner. Um ein schnelles,
wendiges Polopony, meist ein Vollblutpferd mit Rennerfahrung, auszubilden,
braucht es jahrelanges Training. Gute Poloponys sind für den Erfolg einer
Mannschaft sehr wichtig.

Spielfeld
Im Freien wird Polo auf
einem Feld gespielt, das etwa 275 Meter lang und 183 Meter breit ist.
In der Mitte der beiden Grundlinien befindet sich das nach oben offene Tor. Es
wird durch zwei Pfosten gebildet, die drei Meter hoch sind und in einer
Entfernung von 7,32 Meter angebracht sind. Parallel zur Grundlinie sind die
30-Yard- bzw. die 60-Yard-Linie aufgezeichnet. Eine Variante, die nicht im
Freien gespielt wird, ist das Hallenpolo, das hauptsächlich in den USA
verbreitet ist; die Spielfeldgröße ist dort unterschiedlich, doch gelten eine
Länge von 91,50 Meter und eine Breite von 45,10 Meter als Normmaß.
Spielgerät und
Ausrüstung
Der Ball für das Spiel im
Freien besteht aus Hartholz (Esche oder gepresster Bambus); er hat einen
Durchmesser von 8,25 Zentimetern und ein Gewicht von 120 bis
135 Gramm. In der Halle wird ein mit Luft gefüllter Lederball mit einem
Durchmesser von ungefähr 11,4 Zentimetern verwendet. Der 120 bis
140 Zentimeter lange Polostock besitzt einen Kopf aus Holz und einen
dünnen, elastischen Griff aus Bambus oder Graphit. Die Schutzausrüstung
besteht aus einem Helm mit Kinnriemen und Knieschonern für die Spieler sowie
aus Ledermanschetten für die Pferde. Das Tragen von Sporen ist nicht erlaubt.

Regeln (Auswahl)
Im Freien gehören zu einer
Polomannschaft vier Spieler, in der Halle drei. Ein Spiel ist in vier bis acht
Abschnitte (Chukkas) von je 7,5 Minuten unterteilt. Zwischen den
Abschnitten gibt es eine Pause von drei Minuten, in der Halbzeit von fünf
Minuten Dauer. Gewöhnlich geht ein Spiel im Freien über sechs, in der Halle
über vier Abschnitte. Bei internationalen Begegnungen können bis zu acht
Abschnitte gespielt werden. Bei Unentschieden gibt es einen oder mehrere
Verlängerungsabschnitte, wobei die Mannschaft gewinnt, die als Erste einen
Treffer erzielt. Die Spieler werden nach ihrem Können und ihrem Wert für die
Mannschaft mit einem so genannten Handicap eingestuft; je höher das Handicap,
desto besser ist der Spieler. Ein wichtiges Prinzip im Polosport ist das so
genannte Wegerecht. Danach darf derjenige Spieler nicht behindert werden, der in
Lauflinie des Balles oder im kleinsten Winkel dazu reitet. Wenn der Spieler, der
Wegerecht besitzt, behindert wird, gilt dies als Foul und wird mit einem
Freischlag bestraft. Andere Regelwidrigkeiten sind Kreuzen eines Gegners,
Behinderung und Stockhaken. Gefährliche Torverhinderung wird mit einem Straftor
geahndet. Das Stockmaß der Pferde darf höchstens 1,50 Meter betragen. Der
Spielverlauf wird überwacht von zwei berittenen Schiedsrichtern, einem
Oberschiedsrichter und zwei Torrichtern.

Geschichte
Die Ursprünge des Polos
lassen sich im indischen Bundesstaat Manipur bis 300 v. Chr. verfolgen, wo
es unter dem Namen Sagol Kangjei gespielt wurde. Es soll aber auch um 525
v. Chr. unter dem Namen Pulu („Weidenwurzel") in Persien verbreitet
gewesen sein. Im Lauf der Jahrhunderte kam es auch in andere Länder, darunter
nach Tibet, China, Indien und Japan. Eine Sonderform, die Dakyu genannt wurde,
entwickelte sich daraus in Japan im 8. Jahrhundert n. Chr. Im
16. Jahrhundert war es in Indien besonders stark verbreitet. Während der
fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts lernten britische Offiziere das Spiel
in Indien und brachten es nach Großbritannien. Der erste Poloclub der Neuzeit
war der 1859 in Assam gegründete Cachar Club. In England spielten es zuerst
1869 Kavallerieoffiziere des Zehnten Husarenregiments, in den USA begann man mit
Polo 1876. Der Dachverband ist die Hurlingham Polo Association in London.
Hurlingham führte 1874 zum ersten Mal ein Spiel durch. Der Clubausschuss
verfasste 1875 die ersten britischen Regeln. In Deutschland wird der Polosport
durch den Deutschen Polo-Verband (Sitz in Berlin) betreut, der der Deutschen
Reiterlichen Vereinigung angegliedert ist.
Spiele werden oft auf
Handicapbasis ausgetragen. Jedem Spieler wird nach der Anzahl seiner
geschossenen Tore ein Handicap verliehen. Das höchste Handicap liegt bei Zehn
und wird nur von den besten Spielern der Welt erreicht. Nur 55 Spieler
haben bis heute dieses Handicap erhalten. Ein treffsicherer Spieler hat ein
Handicap von Fünf; demnach hat eine treffsichere Mannschaft insgesamt 20 oder
mehr. Bisher wurden erst zwei Spiele ausgetragen, bei denen beide Mannschaften
ein Handicap von je 40 besaßen, d. h., alle Spieler hatten das
höchstmögliche Handicap.
Polo war viermal bei
Olympischen Spielen vertreten (1908, 1920, 1924 und 1936). Die ersten
Weltmeisterschaften fanden 1989 statt. Das bedeutendste Turnier in
Großbritannien war von 1876 bis 1939 der Champion Cup, der 1956 durch die
offenen britischen Meisterschaften abgelöst wurde. Sie werden jährlich im
Cowdray Park in Midhurst ausgetragen; die Sieger erhalten den Cowdray Park Gold
Cup. Das erste Länderspiel zwischen Großbritannien und den USA fand 1886 in
Newport (Rhode Island, USA) um eine vom Westchester Club gestiftete Trophäe
statt. Als eine der renommiertesten Trophäen gilt der Cup of the Americas, der
zwischen Argentinien und den USA ausgetragen wird und erstmals 1928 stattfand.
History of the Game Polo in the
USA
Polo is the oldest team sport in the
world. It's history dates back to the days of nomadic warriors playing across
barren fields over two thousand years ago. Although it is widely accepted that
the game was played throughout Europe and the Far East, it was not until the
mid-1800's that documents supporting the earliest version of rules showed up in
England.
In 1876 noted publisher, James Gordon Burnett, brought the sport to New York,
where it caught on immediately. Within ten years, major clubs sprang up all over
the east, including Newport and Long Island.
Over the next 50, years polo gained popularity in the United States. By the
1930's, polo was an Olympic sport and crowds in excess of 30,000 regularly
attended international matches at the Meadow Brook Polo Club on Long Island, New
York. The game has produced athletes who would have achieved greatness in any
sport: Cecil Smith, the Texas cowboy, who held a perfect 10-goal rating for a
record 25 years; Devereux Melbourne, instrumental in formulating modern styles
of play; and Tommy Hitchcock, war hero, and the best of the best in
international competition for two decades.
In the past 20 years, polo in the United States has undergone an unprecedented
and remarkable expansion with more than 225 United States Polo Association
member clubs and over 3,000 participating players. The Villages is leading the
way in that expansion.
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